Premiere für den „Mitternachtsnotar“

 

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Claudia Johanna Bauer (l) moderierte meine Premierenlesung des „Mitternachtsnotars“

 

Manchmal werden Träume wahr.

20.04.2017, 19:30 Uhr: Ich durfte in der Tegeler Humboldt-Bibliothek, in der ich seit über 10 Jahren den „Writers-Coaching“-VHS-Reinickendorf-Kurs von Claudia Johanna Bauer besuche, die Premierenlesung nach Erscheinen meines neues Berlin-Krimis „Mitternachtsnotar“ halten. Und als Krönung hatte Claudia auch noch angeboten, den Abend zu moderieren.

Die Veranstaltung wurde durch die Bibliothek, den Verlag, Claudia und mich mit viel Einsatz beworben, sowohl in der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung als auch in der Berliner Woche und auf vielen lokalen Internetseiten war der Termin erschienen. Es war deshalb unheimlich voll, ich schätze, 100 Leute waren bestimmt da. Ich saß vorne hinter dem Lesetisch und sah dabei zu, wie sich der Saal füllte und dachte die ganze Zeit voller Dankbarkeit und Demut an eine Lesung von Peter Henning („Ein Deutscher Sommer“), bei der wir vor ein paar Jahren in der HuBi mal sechs (6) Leute waren. Und „Deutscher Sommer“ war immerhin ein Buch, das in der Zeit besprochen worden ist.

Claudia als Moderatorin, das war natürlich ein Sechser im Lotto, denn das verlieh der Veranstaltung einerseits ein „Qualitätssiegel“, andererseits war es ein belebendes Element, nicht nur die typische „Wasserglas-Lesung“ abspulen zu müssen, sondern auch noch eine Diskussion folgen lassen zu können.

Zur Einführung las Claudia meinen „Krimi-Lebenslauf“ vor, einen auserzählten Text, mit dem ich mich dem Publikum vorstelle und in dem hoffentlich klar wird, dass Moabit hart macht und wie Schreiberlinge ticken. Wer nicht schon zig Preise gewonnen hat und mit der Aufzählung derselben Eindruck schinden kann, muss sich halt etwas anderes einfallen lassen, damit die Veranstaltung in Schwung kommt und der Spannungsbogen steht. Dann las ich etwa 40 Minuten vom Anfang des Krimi-Textes und lieferte vor der Pause auch noch eine Leiche: Der Hausmeister baumelte am Dachbalken – es war schließlich eine Krimilesung, das Publikum hatte ein Recht auf eine Leiche!

In der Pause konnten die Zuhörer sich dann an einem Büchertisch der Tegeler Bücherstube mit Lesestoff eindecken. Davon wurde nach meiner Beobachtung auch reichlich Gebrauch gemacht und alles, was mir hingehalten wurde, wurde von mir  gnadenlos signiert :-). Vielen Dank an die Tegeler Bücherstube für den Büchertisch mit allen meinen Büchern, sah toll aus!

Das Beste an der Pause war ein Catering-Stand, der aus der Privatinitiative von Bianka heraus entstanden und durch viele freiwillige Helfer aus allen VHS-Kursen tatkräftig unterstützt wurde. Dafür kann ich mich gar nicht genug bedanken!

Nachdem alle vom Rotwein gekostet und geplaudert hatten, war die Pause auch schon vorbei. Ich las noch die Duschszene (mit nacktem feuchtem Detektiv). Dann wurden sowohl von Claudia als auch aus dem Publikum eifrig Fragen gestellt und es entwickelte sich eine muntere Diskussion. Zum Beispiel über die Konstruktion der Hauptfiguren und über das Thema des Krimis (es ist die Gier).

Am meisten gefreut habe ich mich über die breite Spanne von mir bekannten und unbekannten Zuhörern. Der Jaron-Verlag war durch meine Lektorin Frau Hambitzer vertreten. Von der Familie, den VHS-Kursen über die alte Schulfreundin bis zum Kegelverein meiner Mutter und den Nachbarn waren alle da, aber eben auch viele, viele, die ich bis dato noch gar nicht kannte.

Vielen Dank für Eure Unterstützung, es war ein toller Abend, der im Nu vorbei ging und mir Spaß gemacht hat. Mein besonderer Dank geht an die Humboldt-Bibliothek und Frau Claudia Arndt. Es ist eben nicht selbstverständlich, dass man so eine Chance bekommt! Danke, dass Sie den ortsansässigen Kulturschaffenden ein offenes Haus und einen wunderschönen Rahmen für ihre Werke bieten.

Ich wünsche mir, dass die Lesung der Auftakt zu vielen tollen Veranstaltungen in diesem Sommer mit dem „Mitternachtsnotar“ gewesen ist. Nächster Lesungstermin ist im Berliner Süden, am 14.06.17 um 19 Uhr im MoosGarten Kultur Café (https://www.moosgarten-kultur.com).

Link zu meinem Krimi:

http://www.jaron-verlag.de/neuerscheinungen.html

Mein Lieblingsort in Tegel:

https://www.berlin.de/stadtbibliothek-reinickendorf/

Wie ich mich vor jeder Lesung fühle (siehe unter „Proktophantasmist“):

https://de.wikipedia.org/wiki/Spuk_von_Tegel

Sehen wir uns beim nächsten Mal? – Ich würde mich sehr freuen!

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