Dan Brown ist an allem Schuld

Der Kinderbuchautor und Verleger Karim Pieritz für den Liebster-Award die berühmten 11 Fragen beantwortet: http://www.karimpieritz.de/2015/10/liebster-award-2015/

Ich freue mich sehr, zu den Bloggern zu gehören, die er anschließend seinerseits nominiert hat, seine 11 neuen Fragen zu beantworten.

Info zum Liebster Award – Discover new blogs:

Die Blogger Initiative „Liebster Award“ will tollen Blogs/Autoren zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Elf Fragen beantwortet der Nominierte, dann stellt er (oder sie) elf neue Fragen an seine empfohlenen Blogs/Autoren. Eine spannende Aktion, bei der wir die Menschen, die uns online begleiten, besser kennen lernen können.

LiebsterAward

Das sind die Regeln:

  1. Danke der Person, die dich für den *Liebster Award* nominiert hat, und verlinke ihren Blog/ihre Seite in Deinem Beitrag.
  2. Beantworte die elf Fragen, die Dir gestellt wurden.
  3. Nominiere bis zu elf weitere Blogger/Autoren für den *Liebster Award*. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogs/Autoren zusammen.
  4. Schreibe diese Regeln in Deinen *Liebster Award* Artikel, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  5. Informiere Deine nominierten Blogger/Autoren über die Nominierung und Deinen Beitrag.

Hier kommen Karims Fragen und meine Antworten:

1. Wie bist Du zum Schreiben/Bloggen gekommen?

Den Verlauf Deines Lebens kannst Du nur wenig beeinflussen. Den Verlauf der Geschichten in Deinem Kopf kannst Du zu 100% selbst bestimmen. Alles ist möglich. Alles läuft nach Deinen Regeln. Sich Geschichten ausdenken ist kostenlos, Du brauchst nur Dich selbst dafür, es kann Dir niemand verbieten oder wegnehmen. Das hat viel für sich, das Schreiben. Also habe ich irgendwann angefangen und musste auch den einzigen Nachteil kennenlernen: Schreiben macht süchtig. Ich könnte wahrscheinlich nur unter Schmerzen aufhören. Aber muss ich ja nicht.

2. Hast Du eine Inspirationsquelle / Muse?

Ja. Zugegebenermaßen sind das meist interessante Männer, denen – in meiner Phantasie – tragische Dinge passieren und die von einer bombastischen Frau – mir oder so – vor allem Möglichen gerettet werden. Das macht das Leben doch schöner. Außerdem hasse ich Ungerechtigkeiten und Machtmissbrauch. Wenn ich soetwas sehe, will ich auch immer gleich darüber schreiben.

3. Wie wichtig ist Dir das Feedback Deiner Leser?

Das ist mir sehr wichtig, man kann viel davon lernen und meistens macht es auch richtig Spaß. Jedenfalls, wenn es respektvolles Feedback ist.

4. Was reagierst Du bei negativer Kritik (z.B. bei einer RICHTIG bösen 1-Sterne-Rezension)?

Bevor es passiert ist, dachte ich komischerweise, das würde mich total fertigmachen – wütend machen, vor allem. Es war dann aber nicht so. Meine erste Ein-Sterne-Rezension habe ich gelesen und einfach zur Kenntnis genommen. Vielleicht ist das auch ein Zeichen von Überforderung. Der Leser schrieb, mein Buch sei ein totaler Fehlkauf gewesen, er sei nicht in die wirre Story reingekommen, es gäbe zu viele Figuren und zu viele Handlungsort. Ich las das und dachte ich: Na gut, dann ist es so, darum kann ich mich jetzt nicht auch noch kümmern. Letztendlich ist es ja auch so: Man kann es nicht mehr ändern, wenn das Buch draußen ist, ist es draußen.

5. Wie bist Du auf Dein Genre bzw. Blog-Thema gekommen?

Das ist die Schuld von Dan Brown. Ich wollte etwas schreiben, das technisch besser gemacht ist als »Illuminati«, vor allem hinsichtlich der Figurenentwicklung, und bei dem der Spannungsbogen trotzdem so trägt wie bei Brown. Ich bin also offenbar komplett größenwahnsinnig.

6. Kannst Du Dir (als Verlagsautor) vorstellen, Dein nächstes Buch auch selbst zu veröffentlichen bzw. wärst Du (als Self-Publisher) gerne in einem Verlag? Und warum?

Ich bin ja Verlagsautorin und habe noch einen kleinen unbedeutenden Nebenjob. Ehrlich gesagt glaube ich, wenn mich kein Verlag veröffentlichen wollte, hätte ich nicht die Energie, das alleine zu machen. Dabei kommt es mir nicht auf die Marketingarbeit an, die muss man eh selbst machen, sondern einfach auf das Gefühl, dass der Text von einer professionell urteilenden Instanz, einem Verlag, gewollt d.h. als »gut« und marktfähig anerkannt wird. Das finde ich motivierend.

7. Schaust Du täglich nach Deinen Bücher-Verkaufszahlen bzw. Blog-Besucherzahlen?  Und wenn Deine Zahlen sinken – was machst Du dann?

Ich schaue oft nach meinen Verkaufszahlen. Vielleicht so alle drei Tage. Da ich aber keine Ahnung habe, warum oder wie sie beeinflusst werden, bleibt mir nur, mich schlecht zu fühlen, wenn sie sinken. Und das geht schnell. Die Durchlaufzeiten der Buchneuerscheinungen sind absolut erschreckend. Wenn das neue Buch nicht sofort total abgeht, hat es kein halbes Jahr Zeit, den Durchbruch zu schaffen. Das finde ich unrealistisch und inflationär. Damit können Verlage ihre Autoren nur verheizen. Allerdings gibt es eine unüberschaubare Menge von Neuautoren, sodass aktuell wohl kein Nachwuchsmangel besteht. Aber die Qualität? Na ja.

8. Der eBook-Markt ist rückläufig. Wie siehst Du die Zukunft dieses Mediums?

Ich glaube, es wird immer Menschen geben, die – wie ich – nicht mehr wissen, wo sie ihre Bücher hinstellen sollen und die andererseits – ebenfalls wie ich – eigentlich lieber ein analoges Buch lesen, hin- und herblättern, vollkritzeln etc. Somit hat beides seine Berechtigung und ich glaube, es wird künftig beides dauerhaft nebeneinander geben.

9. Wie sind Deine Erfahrungen mit Buchmessen? Zogen Deine Buchverkäufe an? Konntest Du neue Dinge lernen?

Buchmessen sind anstrengend und inspirierend zugleich. Eindrücke aller Art stürzen auf Dich ein. Man trifft Buchleute und quatscht den Branchentratsch durch. Es ist wie eine Fortbildung oder als ob man wieder zurück an der Uni wäre. Es ist nicht möglich, auf den Messen Werbung für Dein Buch zu machen oder spontan einen Agenten oder Verlag anzusprechen. Dafür musst Du bereits im Vorfeld Termine machen, was allerdings bei mir mein Agent übernimmt. Also hat ein Messebesuch keinen Einfluss auf Bücherverkäufe. Du kannst allerdings eine Menge Demut lernen. Es gibt so viel, braucht die Welt Deinen Text wirklich? Die Antwort darauf kann nur sein, dass ich für mich selbst schreibe und eine Veröffentlichung ist nur ein extra Schmankerl, ein Bonus. Das habe ich auf Buchmessen gelernt. Und, dass es vier Jahreszeiten gibt: Winter – Leipzig – Sommer – Frankfurt 🙂

10. In welchen sozialen Medien bist Du am aktivsten und warum ausgerechnet dort?

Auf Twitter, weil es für mich am leichtesten zu handhaben ist. Ein großer Fan von social media bin ich nicht. Aber würde ich ohne überhaupt existieren 🙂 ?

11. Hast Du ein Lieblingsbuch oder Lieblingsautoren und wenn ja, warum dieses bzw. dieser?

Ach je. Also, die Top 3 meiner Lieblingsbücher sind:
1) J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
2) Diana Gabaldon, Outlander
3) Martin Cruz Smith, Gorki Park
Dazu stehe ich auf das Gesamtwerk von Raymond Chandler und Charles Bukowski.
Letztendlich sind das wohl irgendwie alles Abenteuergeschichten.
Ich steh auf diese Bücher, weil in den Geschichten viel auf dem Spiel steht. Glück, Hoffnung, Freiheit. So die Basics halt. Und weil die Autoren mir das plausibel und erlebbar machen.

Nochmals danke für deine Fragen, Karim. Leider ist es mir aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht möglich, andere Blogger zu nominieren. Die Teilnahme hat mir trotzdem Spaß gemacht.

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